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Joachim Löw erteilt Ghana eine Absage – und wartet auf sein Projekt

Shownotes

Ein Fußballportal aus Ghana sorgte gestern für Aufregung: Joachim Löw soll die ghanaischen Black Stars übernehmen – und das kurz vor der WM 2026.

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Themen dieser Folge:

  • Das Ghana-Gerücht: Löw als neuer Trainer der Black Stars?
  • Otto Addos Rücktritt nach 1:2-Niederlage gegen Deutschland
  • Ghanas WM-Gruppe L: Panama, England, Kroatien
  • Warum ein Kurzzeitvertrag mit 150.000 €/Monat nicht zu Löw passt
  • Löw als Taktikarchitekt vs. Krisenmanager
  • Das Dementi bei Sky Sport
  • Löws Zukunftsplanung seit 2021: Usbekistan-Gespräche, Cannavaro
  • Das Ende der „Jahrzehnt-Trainer"-Ära im modernen Fußball

Erwähnte Personen:

  • Joachim Löw (ehem. DFB-Bundestrainer)
  • Otto Addo (ehem. Ghana-Trainer)
  • Fabio Cannavaro (Usbekistan-Trainer)

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Transkript anzeigen

00:00:00: Sprecher 1: Guten Morgen zusammen und willkommen zur heutigen Ausgabe – Folge 42 von „Der fünfte Stern", täglich: National-Elf- und WM-2026-News am heutigen 7. April. Wir haben heute ein Thema auf dem Tisch, das gestern für ordentlich Wirbel gesorgt hat.

00:00:17: Sprecher 2: Oh ja, das kam wirklich aus dem Nichts. Ein namhaftes Fußballportal hat gestern kurzerhand gemeldet: Joachim Löw übernimmt die Black Stars.

00:00:26: Sprecher 1: Und das quasi fünf vor zwölf vor der WM?

00:00:29: Sprecher 2: Richtig. Aber dann kam auch rechtzeitig das Dementi vom Weltmeistertrainer. Wir wollen heute diese Faktenlage ein bisschen ordnen und besprechen, ob so ein Engagement überhaupt zu Löw gepasst hätte.

00:00:40: Sprecher 1: Um das Dementi richtig einzuordnen, müssen wir uns vielleicht erst mal die sportliche Ausgangslage in Ghana ansehen. Die ist ja alles andere als entspannt im Moment.

00:00:49: Sprecher 2: Das kann man so sagen. Otto Addo musste nach der bitteren 1:2-Niederlage gegen Deutschland seinen Hut nehmen. Was für Ghana natürlich ein riesiges Problem ist, jetzt so kurz vor dem Turnier.

00:01:00: Sprecher 1: Exakt. Die Zeit drängt da enorm. Bereits am 17. Juni steht in Toronto das erste WM-Spiel gegen Panama an. Und die Gruppe L hat es ja auch in sich – mit England und Kroatien als weiteren Gegnern. Deshalb suchen die händeringend einen Trainer. Im Raum stand wohl ein Kurzzeitvertrag, explizit nur für die WM in Nordamerika – für angeblich 150.000 Euro pro Monat.

00:01:23: Sprecher 2: Da muss ich kurz mal einhaken. 150.000 im Monat für einen zweimonatigen WM-Trip – für jeden Trainer, der seit fünf Jahren ohne Job ist, klingt das doch erst mal nach einem ziemlich lukrativen Paket.

00:01:34: Sprecher 1: Das Geld ist sicher das eine. Warum macht man das dann nicht einfach? Man nimmt das Gehalt mit, präsentiert sich auf der ganz großen WM-Bühne.

00:01:42: Sprecher 2: Weil Nationalmannschaftsfußball auf diesem Niveau einfach anders funktioniert. Vor allem für jemanden mit der Vita eines Joachim Löw. Du spielst auf seine Arbeitsweise beim DFB an.

00:01:53: Sprecher 1: Ja. Du hast in so einer Situation vielleicht zwei Wochen echte Vorbereitungszeit mit dem Kader. Da kann man taktisch kaum etwas Neues aufbauen.

00:02:02: Sprecher 2: Eben. Du kannst in dieser kurzen Zeit keine eigene Spielphilosophie implementieren. Das ist reines Krisenmanagement. Man arbeitet dann wahrscheinlich nur an der Kompaktheit und der mentalen Einstellung der Jungs, oder?

00:02:13: Sprecher 1: Richtig. Und Löw ist halt jemand, der seinen Erfolg auf 15 Jahre kontinuierlicher Detailarbeit aufgebaut hat. Er ist eher der Architekt – kein klassischer Feuerwehrmann, der kurz vor Anpfiff noch sportliche Brände löscht.

00:02:25: Sprecher 2: Genau das ist der Punkt. Ein afrikanisches Traditionsteam in so einer Krise zu übernehmen, erfordert pragmatischen Ergebnisfußball. Und Löws Mannschaften zeichnen sich ja eher durch viel Ballbesitz und ganz klare Automatismen aus – die man in acht Wochen schlichtweg nicht einstudieren kann.

00:02:41: Sprecher 1: Deshalb kam seine Reaktion dann wohl auch so prompt. Er hat bei Sky Sport unmissverständlich klargestellt – Zitat: „Mit mir hat offiziell niemand von Ghana gesprochen." Damit war die Gerüchteküche sofort wieder kaltgestellt.

00:02:54: Sprecher 2: Aber wenn wir diese Absage jetzt nehmen und auf seine aktuelle Situation blicken: Er ist seit 2021 ohne Mannschaft. Das darf man nicht vergessen. Wie sieht denn seine tatsächliche Zukunftsplanung aus?

00:03:06: Sprecher 1: Ein endgültiges Karriereende lehnt er weiterhin ab. Er sucht gezielt nach einem Projekt mit einer guten sportlichen Perspektive – und das vorzugsweise wieder bei einer Nationalmannschaft.

00:03:16: Sprecher 2: Vergangenes Jahr gab es ja schon Berichte über Gespräche mit Usbekistan, die sich dann aber am Ende für Fabio Cannavaro entschieden haben. Was uns zumindest zeigt, dass die Bereitschaft für ein neues Abenteuer bei ihm definitiv vorhanden ist.

00:03:29: Sprecher 1: Die ist da, ja. Aber die Rahmenbedingungen müssen eben eine langfristige Entwicklung hergeben.

00:03:33: Sprecher 2: Für die Fußballromantiker da draußen, die ihn gerne nochmal an der Seitenlinie gesehen hätten, ist das natürlich schade.

00:03:40: Sprecher 1: Das auf jeden Fall. Aber rein sportlich betrachtet ergibt seine Zurückhaltung total Sinn. Dieses instabile Umfeld bei Ghana, direkt vor dem Turnier in so einer schweren Gruppe – das bietet einfach keine Grundlage für seine Art, Fußball spielen zu lassen. Er braucht funktionierende Strukturen. Und vor allem braucht er Zeit.

00:03:56: Sprecher 2: Wobei der moderne Fußball da ja ein viel größeres Problem aufwirft.

00:04:00: Sprecher 1: Wie meinst du das?

00:04:01: Sprecher 2: Er wartet auf ein Projekt, bei dem er in Ruhe etwas aufbauen kann. Aber man hat so ein bisschen den Verdacht, dass diese Ära der Nationaltrainer, die über ein Jahrzehnt Zeit bekommen, einfach vorbei ist.

00:04:14: Sprecher 1: Das ist ein interessanter Punkt. Verbände suchen im heutigen, rasanten Geschäft oft nur noch kurzfristige Krisenmanager – keine Architekten mehr, die eine ganze Generation formen dürfen.

00:04:26: Sprecher 2: Da darf man wirklich gespannt sein, welcher Verband nach dieser WM noch mutig genug ist, einem erfahrenen Trainer diese Zeit für einen echten Neuaufbau zu geben.

00:04:36: Sprecher 1: Das wird sich definitiv zeigen. Wir behalten das für euch im Auge. Vielen Dank fürs Zuhören bei der heutigen Ausgabe.

00:04:43: Sprecher 2: Bis zum nächsten Mal.

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