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Das Deutschlandtrikot kostet 100 Euro – was davon beim DFB ankommt, ist ernüchternd

Shownotes

100 Euro für das Deutschlandtrikot – aber wohin fließt das Geld eigentlich? Wir rechnen durch, was ein Trikot wirklich kostet, wer wie viel verdient und warum Nike bereit war, 100 Millionen Euro pro Jahr zu zahlen, um Adidas nach 70 Jahren beim DFB abzulösen.

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Themen dieser Folge:

  • Der Preis des Deutschlandtrikots: 100 Euro (Fan) vs. 150 Euro (Authentik)
  • Nike löst Adidas nach 70 Jahren beim DFB ab – für rund 100 Mio. Euro/Jahr
  • Das Ausrüster-Oligopol: Adidas, Nike, Puma statten 37 von 48 WM-Teams aus
  • Die Kalkulation: Herstellung 12-15€, DFB-Lizenz 6€, Großhandelspreis ~40€
  • Warum Einzelhändler nur ~4% Nettogewinn machen
  • Arbeitsbedingungen in Vietnam, China und Kambodscha
  • Wie Sponsoringrechte auf Produktionskosten drücken

Erwähnte Personen & Quellen:

  • Lara Schröder, Nachhaltigkeits-Expertin
  • Dr. Peter Rohlmann, Marketing-Experte
  • ZDF-WISO-Reportage vom 8. Mai 2026

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Transkript anzeigen

00:00:00: Willkommen zur neuesten Folge des Podcasts der fünfte Stern, täglich Nationalelf und WM-.

00:00:07: Heute ist der erste Juni.

00:00:10: Der Fußballsommer ist also quasi schon greifbar.

00:00:13: Definitiv!

00:00:13: Man merkt das überall – und passend dazu schauen wir uns heute an was die Fans im Stadion tragen.

00:00:18: Das Trikot.

00:00:20: Wenn du dir das aktuelle Heimtrikot holst dieses weiße Shirt mit dem markanten schwarz rot goldenen Farbverlauf zahlst du an der Kasse hundert Euro Bei der Authentik-Version der Spieler sogar hundertfünfzig.

00:00:31: Und

00:00:31: da fragt man sich schon, wo das Geld eigentlich hingeht?

00:00:34: Wir haben uns dazu aktuelle Finanzberichte und die ZDF-Visoreportage vom achten Mai angesehen.

00:00:40: Die Zahlenberge sind ziemlich aufschlussreich.

00:00:43: Für dich als Fan ist das Trikot auf den Rängen ein Symbol für Identität!

00:00:48: Für die großen Hersteller also Adidas, Nike, Puma... ist das vielmehr der Motor einer riesigen Refinanzierungsmaschine.

00:00:55: Das merkt man direkt, wenn man auf die WM-Karriere in den Jahr- und Jahrzehnte blickt.

00:01:00: Diese drei Marken statten zusammen, ich glaube, siebenunddreißig der achtundvierzig Teams aus.

00:01:06: Ein echtes Oligopol!

00:01:07: Jeder Marktanteil wird dort unglaublich teuer erkauft.

00:01:11: Das beste Beispiel dafür ist dieser historische Ausrusterwechsel beim DFB.

00:01:16: Nach siebzig Jahren löst Nike den Traditionsausrüster Adidas ab.

00:01:20: Medienberichten zufolge zahlt Nike dafür künftig rund hundert Millionen Euro jährlich.

00:01:26: Adidas soll nur etwa die Hälfte geboten haben, der DFB hat da finanzielle Gründe auch recht offen kommuniziert.

00:01:33: Richtig!

00:01:34: Mich erinnert das ich meine total an den Spielermarkt – Die Ausrüster jagen große Nationalverbände mittlerweile dermaßen aggressiv als würde einen Top-Club den besten Stürmer der Welt verpflichten wollen….

00:01:47: Nur dass der Konzern diese Hundert Millionen pro Jahr irgendwie wieder reinholen muss.

00:01:52: Wer so viel als Eintrittskarte zahlt, um das Monopol auf diese Emotionen zu haben, der muss eben jeden Cent in der Kette optimieren!

00:02:01: Dann rechnen wir das mal durch – die reine Herstellung und der Transport kosten zusammen lediglich sagen wir mal zwölf bis fünfzehn Euro.

00:02:09: Dazu kommen die DFB-Lizenzgebühren.

00:02:12: Das sind ungefähr sechs Euro pro Shirt.

00:02:14: Der Einzelhandel kauft das Trikot dann für knapp vierzig Euro beim Hersteller ein.

00:02:19: Wobei Alidas oder bald Nike bei diesem Einkaufspreis bereits etwa zwanzig Euro Gewinn verbuchen?

00:02:25: Exakt!

00:02:25: Und jetzt kommt der Einzelhandel ins Spiel.

00:02:28: Der Laden schlägt auf diese vierzig Euro seinen eigenen Anteil und noch neunzehn Prozent Mehrwertsteuer drauf, um auf die hundert Euro zu kommen.

00:02:36: Ob

00:02:36: der Händler an der Kasse den größten Aufschlag verlangt und Meier am Ende das beste Geschäft macht?

00:02:44: In der Realität bleibt dem Händler aber kaum

00:02:46: Marge.

00:02:47: Weil er von dieser Differenz noch die Ladenmete in der Innenstadt, das Personal und die Heizung zahlen muss...

00:02:52: Unter dem Strich bleiben ihm am Ende nur magere vier Prozent Netto gewinn!

00:02:56: Der Händler ist also um Grunde wie ein defensiver Mittelfeldspieler.

00:03:00: Er macht kräftezehrende Laufarbeit vor Ort, trägt das Risiko ...

00:03:03: falls die Trikots im Regal liegenbleiben.

00:03:06: Aber die großen Prämien streichen am Ende ganz andere ein.

00:03:10: Die Ausrüster sitzen quasi auf der VIP-Tribüne.

00:03:13: Der

00:03:13: Vergleich passt gut.

00:03:14: Das Risiko ist dezentral bei hunderten Händlern verteilt, die sichere Marge liegt zentral beim Großkonzern.

00:03:21: und diese Architektur zieht sich auch in die andere Richtung durch bis in die

00:03:24: Produktionsländer.".

00:03:25: Da liefert die erwähnte Visoreportage wichtige Erkenntnisse.

00:03:30: Die Nachhaltigkeits-Expertin Lara Schrüder berichtet dort von den Bedingungen in Vietnam China oder Cambodia.

00:03:39: Es

00:03:43: fließen also hunderte Millionen an die Verbände, aber am Anfang der Lieferkette kommt davon kaum etwas an.

00:03:50: Der Marketing-Experte Dr.

00:03:52: Peter Rohlmann ordnet das sehr schlüssig ein.

00:03:54: Die rasant steigenden Sponsoringzahlungen diktieren einfach diese harte Kalkulationen.

00:03:59: Die Ausgaben an der Spitze drücken direkt auf die Produktionsstätten am unteren Ende.

00:04:05: Um die enormen Kosten für die Sponsoringsrechte auszugleichen dürfen die Herstellungskosten nicht steigen!

00:04:12: Das moderne Fußballbusiness ist da ein in sich geschlossener Kreislauf.

00:04:16: Die astronomischen Summen bedingen sich gegenseitig

00:04:19: Und dieser Kreislauf beginnt bei jedem einzelnen Fan an der Kasse!

00:04:24: Die astronomische Summen im modernen Fußball-Business

00:04:27: bilden

00:04:27: einen geschlossenes System, das durch den Kauf von Fanartikeln überhaupt erst am Laufen gehalten wird.

00:04:34: Wir bedanken uns herzlich fürs Zuhören.

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